Sinusrhytmus erkennen
Sinusrhythmus erkennen
Kommt die Vorhoferregung aus dem Sinusknoten – und wird sie regelrecht übergeleitet?
Die P-Welle entscheidet
Gleichförmige P-Wellen: positiv in I und II, negativ in aVR. Eine regelmäßige QRS-Folge allein genügt nicht.
P → QRS im Verhältnis 1:1
Jeder P-Welle folgt ein QRS; vor jedem QRS steht eine P-Welle. Das PQ-Intervall bleibt konstant.
Etablierte diagnostische Konventionen, keine Therapieeffekte aus RCTs. P-Morphologie spricht für Sinusursprung; Überleitungsstörungen können gleichzeitig bestehen. [1–4]
Auf jede P-Welle folgt ein QRS-Komplex, und vor jedem QRS-Komplex steht eine P-Welle. Sind die P-Wellen gleichförmig und typisch gepolt (positiv in I/II, negativ in aVR), liegt ein Sinusrhythmus mit 1:1-Überleitung vor.
Sinus erkennst du an der P-Welle – Frequenz und Überleitung beurteilst du zusätzlich.
Wissenschaftliche Quellen anzeigen
- [1] Meek & Morris. ABC of clinical electrocardiography: Leads, rate, rhythm, and cardiac axis. BMJ, 2002. Grundlagenübersicht.
- [2] Kusumoto et al. ACC/AHA/HRS Guideline on Bradycardia and Cardiac Conduction Delay, 2018. Überleitungsstörungen; publiziert 2019.
- [3] StatPearls: Physiology, Sinoatrial Node. P-Polarität und normale Ruhefrequenz.
- [4] Vanderbilt University Medical Center: Approach to the ECG. PQ-Normbereich 120–200 ms.